logo

Städtereise Rom

Ende September des letzten Jahres ging es für uns für eine Städtereise nach Rom. Geflogen sind wir zu einem Schnäppchenpreis erstmalig mit Ryanair von Weeze aus. Der Flughafen Weeze liegt nahe der holländischen Grenze und nicht bei Düsseldorf, wie man oft fälschlicherweise und noch verwirrend dazu, oft im Netz liest, wie z. B. auf der Ryanair Website selbst. Mit einer Fahrtzeit von ca. 1 Std. ließ sich der Flughafen in Weeze super erreichen und wir nutzten noch einen nahegelegenen Valet-Parking, mit dem wir uns günstiger standen, als am Flughafen Parkplatz. Der Flughafen in Weeze machte auf uns einen sehr kleinen und daher übersichtlichen Eindruck. Den Check in hatten wir bereits zu Hause durchgeführt und die Bordkarten gemäß der Ryanair-Richtlinien ausgedruckt. Ohne große Überprüfungen unseren Handgepäcks auf das nötige Maß und überhaupt sehr zügig in allen Prozessen, wie z. B. der Sicherheitskontrolle und das Boarding, verlief unser erster Flug mit Ryanair von Weeze aus. Der Flug selbst war sehr ruhig, wir hatten genügend Beinfreiheit, und im Flieger selbst gab es faire Preise, wenn man z. B. doch was essen oder trinken wollte. Ebenso hatten wir die ganze Zeit über mit nettem und freundlichen Ryanair-Personal zu tun, denn negative Schlagzeilen über Ryanair hatten wir natürlich selbst schon zu Genüge gehört, und waren dann doch mehr als positiv überrascht. Letztlich erreichten wir Rom gute 20 Minuten eher, was auch bei dem Rückflug von Rom nach Weeze der Fall war. Das war natürlich richtig klasse, denn auch wenn wir gerne verreisen, so sind wir doch immer wieder froh, wenn wir endlich festen Boden unter den Füßen haben.

In Rom angekommen nutzten wir einen bereits über die Ryanair Website angebotenen und gebuchten Shuttle-Service zum Hauptbahnhof Termini, von dem es dann weiter mit der U-Bahn zu unserem Hotel ging. Die Residence Vatican Suites, die sich hinter den Mauern des Vatikans befanden, hatten wir wiederum über Expedia gebucht. Hier hatten wir ein Appartement mit einer voll ausgestatteten Küche, in der wir unser morgendliches Frühstück innerhalb unserer einwöchigen Städtereise in Rom selbst zubereiteten. Tagsüber waren wir eigentlich ständig zu Fuß unterwegs und verzichteten fast gänzlich auf öffentliche Verkehrsmittel, so dass wir jeden Tag im Durchschnitt 15 KM liefen, und dann bei fast durchweg 30 Grad am Ende des Tages doch ganz schön ausgepowert waren. Daher mussten wir während unserer einwöchigen Städtereise in Rom unbedingt einen Strandtag anlegen, wobei wir hierfür auch ein paar Std. unterwegs waren. Vom Bahnhof aus ging es für uns bei der Station Piramide weiter mit einem Zug für ca. 40 Minuten in Richtung Ostia und damit an den Strand Ostia. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, um auszusteigen, und so einen entsprechenden Strandabschnitt anzusteuern. Leider war es in Ostia teilweise ziemlich bewölkt, aber wir konnten doch sehr entspannen und überlegten uns dabei, wie wir unsere nächsten Tage in Rom verbringen werden.

Strandtag in Ostia

So nutzen wir z. B. City Sightseeing in Form von hop on hop off, wie bisher bei vielen unserer Städtereisen. Unserer Meinung nach ist es eine sehr bequeme Möglichkeit mehr über eine Stadt zu erfahren und man bekommt einen recht guten Überblick, wie groß die Stadt ist, was sie einem als Städtereiser so zu bieten hat, und wie nah die Sehenswürdigkeiten beieinander liegen. Da wir von unserer Unterkunft aus recht nahe an der kleinen, aber doch sehr beschaulichen Vatikanstadt lagen, besuchten wir natürlich auch an einem weiteren Tag die vatikanischen Museen. Wir hatten uns keine Karten im Internet vorbestellt, da wir uns im Vorfeld nicht zeitlich festlegen wollten, wann wir die Museen besuchen werden. Steht man jedoch einmal in der Schlange, wird man immer wieder von Anbietern angesprochen, ob man die Schlange überspringen möchte (es ruft skip the line) und kann auch hier eine Eintrittskarte erwerben, um nicht mehr anzustehen. Darauf verzichteten wir aber und nahmen eine Wartezeit von ca. 90 Minuten in Kauf. Die vatikanischen Museen sind riesig und man kann dort gut und gerne einen ganz Tag verbringen, und sich u. a. an Kunst der Renaissance des 15. bis 19. Jahrhundert erfreuen.
Ich muss jedoch erwähnen, dass wir beide nicht so die Museumsliebhaber sind, und wir die Museen einzig und allein wegen der Sixtinischen Kapelle besucht hatten – hier darf man nicht fotografieren. Mehrfach hatten wir dazu gehört, dass man sie unbedingt gesehen haben muss. So schlängelten wir uns also durch die verschiedene Räume des Museums und schauten uns allerlei Kunstwerke an, aber unsere Begeisterung galt u.a. eher der Architektur der vatikanischen Museen.

Copyright - Polichronis Moutevelidis - MOUTEVELIDIS.COM

Copyright - Polichronis Moutevelidis - MOUTEVELIDIS.COM

Als wir dann endlich in der Sixtinischen Kapelle standen, in der wir aufgrund der Menschenansammlungen regelrecht hineingezogen wurden, waren wir zunächst unsicher, ob wir nun endlich unser Ziel erreicht hatten, und dann waren wir schon ein wenig enttäuscht. Ja sicherlich beherbergt die Sixtinische Kapelle einige der der berühmtesten Gemälde der Welt von ebenso berühmten Künstlern und eindrucksvoll findet sich das Leben von Jesus und Moses in unzähligen Wandbildern wieder, aber der Zauber dieses Ortes geht regelrecht durch die unzähligen Menschenmassen verloren. Man fühlt sich eingeengt, verloren, sucht Halt und sieht einfach nur Menschen, wenn man nicht gerade einfach nur nach oben zur Decke schaut. Hinzu kommt, dass die schöne Stadt Rom über unendlich viele Kirchen verfügt, die eine schöner als die andere, kaum in Worte zu beschreiben ist. Unsere Sinne als auch unsere Augen waren also bereits von zu viel bella Roma regelrecht verwöhnt und gesättigt. Glücklicherweise hatte ich im Internet einen recht hilfreichen Tipp gelesen, wie man nunmehr ohne groß Schlange zu stehen in den Petersdom kommt. Sobald man die Sixtinische Kapelle verlässt gibt es hier rechts einen kleinen Ausgang, der ein wenig versteckt wirkt, und beinahe so als sei der Zugang nicht erlaubt. Wir hatten das Glück, dass gerade eine Reisegruppe diesen Ausgang ansteuerte und wir gesellten uns einfach zu der Gruppe, und man glaubt es kaum, auf einmal standen wir direkt im Petersdom. Perfekter hätte es gar nicht laufen können. Wir stillten unseren Durst bei einem Brunnen im Petersdom, es gibt übrigens überall diese Brunnen, die die Stadt und Ihre Einwohner mit Trinkwasser versorgen, und stiegen dann die 537 Stufen hoch zur Kuppel des Petersdom. Oben angekommen bot sich ein fantastischer Blick auf die Vatikanstadt und auf Rom.

Copyright - Polichronis Moutevelidis - MOUTEVELIDIS.COM

Copyright - Polichronis Moutevelidis - MOUTEVELIDIS.COM

Copyright - Polichronis Moutevelidis - MOUTEVELIDIS.COM

Copyright - Polichronis Moutevelidis - MOUTEVELIDIS.COM

An einem weiteren Tag besuchten wir auch das eindrucksvolle Kolosseum, Palatin und Forum Romanum. Das Kolosseum, ist das größte antike Amphitheater der Welt. Schauplatz damals von unzähligen, teilweise sehr grausamen, Gladiatorenkämpfen um Leben und Tod. Im inneren des Amphitheater hatten 50000 Zuschauer Platz, darunter waren einige Eingänge und Bereiche für privilegierte Gäste reserviert. Wirklich beeindruckend und schlichtweg in einem sehr guten Zustand. Es lohnt sich also auf jeden Fall, sich das Kolosseum nicht nur von außen anzuschauen.

Copyright - Polichronis Moutevelidis - MOUTEVELIDIS.COM

Copyright - Polichronis Moutevelidis - MOUTEVELIDIS.COM

Weiterhin besuchten wir die spanische Treppe, das Pantheon, und leider gab es an der Fontana di Trevi Bauarbeiten, die Engelsburg, die Piazza Navona und noch so viel mehr. Rom kann und sollte man einmal im Leben bereisen. Die verschiedenen Sehenswürdigkeiten liegen insgesamt sehr nah zusammen, bis auf die Vatikanstadt. Am besten nimmt man eine Unterkunft nahe des Bahnhofes Termini oder der spanischen Treppe, denn wir waren zugegeben mit unserer Unterkunft der Vatican Suites, die zudem auch noch auf einen Berg gelegen waren, etwas weit vom Schuss.

Wer von Euch war auch schon mal in Rom, und was hat Euch besonders gut gefallen?

Copyright - Polichronis Moutevelidis - MOUTEVELIDIS.COM

Copyright - Polichronis Moutevelidis - MOUTEVELIDIS.COM

Copyright - Polichronis Moutevelidis - MOUTEVELIDIS.COM

Copyright - Polichronis Moutevelidis - MOUTEVELIDIS.COM

Copyright - Polichronis Moutevelidis - MOUTEVELIDIS.COM

Copyright - Polichronis Moutevelidis - MOUTEVELIDIS.COM

Copyright - Polichronis Moutevelidis - MOUTEVELIDIS.COM

Copyright - Polichronis Moutevelidis - MOUTEVELIDIS.COM

Copyright - Polichronis Moutevelidis - MOUTEVELIDIS.COM

Copyright - Polichronis Moutevelidis - MOUTEVELIDIS.COM

Copyright - Polichronis Moutevelidis - MOUTEVELIDIS.COM

  • Share

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>